Engel ohne goldene Flügel

05.02.2018 | Paul Meek
Auszug aus dem Buch: Das Tor zum Himmel ist immer offen

Intuition kommt von innen, Inspiration von oben! Was ist Intuition, dieses komische oder seltsame Gefühl, das einfach vorhanden ist? Manchmal haben wir keine andere Wahl, als ihr zu folgen. Ich glaube, unser persönlicher Schutzengel ist für jede echte Intuition verantwortlich.
Gelegentlich mag es eine Stimme sein, die eigene Stimme, die man im Kopf hört. Wir haben sicher alle schon ein solches Erlebnis gehabt. Manchmal denkt man plötzlich an jemanden, den man jahrelang nicht gesehen hat. Später geht man zum Einkaufen in ein Geschäft, das man selten betritt, und zufällig läuft einem die Person über den Weg, an die man kurz zuvor gedacht hat! Wie viele von Ihnen haben das schon erlebt? Es kann sogar sein, dass dieses zufällige Zusammentreffen nach all den Jahren einen bestimmten Zweck hat! Auf diese Weise leiten uns unsere „komischen“ oder „seltsamen“ Gefühle, und in Wirklichkeit ist nichts dem Zufall überlassen! Dies ist nur eine der vielen Möglichkeiten, wie wir oft ganz unbemerkt geführt und geleitet werden.

Viele Menschen gehen durchs Leben, während sie Hilfe, Anleitung und Führung erfahren und bisweilen sogar gerettet werden! Für ihren Schutzengel haben sie keinen Gedanken übrig – sie sehen alles als selbstverständlich an. Natürlich hat der Schutzengel kein Lob nötig und braucht Ihre Dankbarkeit nicht. Seine Liebe ist nicht an Bedingungen geknüpft, sie besteht auf die Dauer unseres irdischen Lebens.
Ich glaube sehr fest daran, dass Engel sehr viel häufiger tätig werden, als die meisten von uns wahrnehmen. Sie sind imstande, Menschen auf der Erde so zu beeinflussen, dass sie in allen denkbaren Situationen kurzzeitig „ein Engel“ sind oder sich „wie ein Engel verhalten“. So etwas habe ich mehrere Male erlebt. Manchmal ist jemand genau in dem Augenblick „wie aus dem Nichts“ aufgetaucht, in dem man dringend Hilfe benötigte! Im Laufe der Jahre haben mir sehr viele Menschen ihre eigenen Geschichten erzählt, und sie alle haben ebenfalls diese Erfahrung gemacht – manchmal scheint es wie ein kleines Wunder zu sein, das unmöglich erklärt werden kann!

Eine sehr amüsante, aber auch rührende Situation wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Zur Weihnachtszeit flog ich einmal von Deutschland nach England zurück, um Weihnachten mit meiner Familie zu verbringen. Heilig - abend sollte ich als Medium in einer Londoner Kirche arbeiten.
Dies war immer eine besondere Feier, ein „Gesangsgottes dienst“, bei dem Kinder und Erwachsene die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel vorlasen, Gedichte vortrugen und Lieder sangen, worauf ich die Botschaften der »geistigen Welt« übermittelte. Am Heiligabend war die Kirche überfüllt, und im Raum war so viel Kraft und Liebe zu spüren. Natürlich kommen die Lieben aus der »geistigen Welt«
zu solchen Anlässen immer besonders nah zu uns. Sie sehen unsere Weihnachtsvorbereitungen, unsere Aufregung, unsere Freude und bisweilen auch unsere Traurigkeit, wenn wir an frühere Weihnachten zurückdenken und die liebevolle Erinnerung an jene aufleben lassen, die jetzt in der »geistigen Welt« sind. Auch sie haben ihre frohen Erinnerungen, und es ist immer eine große Ehre und Freude, bei solchen Gelegenheiten Botschaften der Liebe zu überbringen. Ich erinnere mich an meine ersten Jahre als Spiritualist, damals in den Tälern von Südwales. So viele Menschen erzählten mir dort von den damaligen Weihnachts-Gottesdiensten für die Kinder in der »geistigen Welt«. Am Heiligabend konnte ich leider nie daran teil nehmen, weil wir diesen immer zu Hause mit der Familie verbrachten. Die Geschichten, die man mir erzählte, mochte ich jedoch sehr gern.

Es stand immer ein Weihnachtsbaum in der Kirche, und die Leute brachten Geschenke für die jenseitigen Kinder. Eltern, die Kinder verloren hatten, kamen in der Hoffnung, ihr Kind würde erscheinen. Die Geschenke waren alle sehr schön verpackt, und die Medien der Gegend waren anwesend, auch die Mitglieder des medialen Übungskreises nahmen an diesem Gottesdienst teil. Man zündete die Kerzen an, machte die Lichter aus und legte die Geschenke unter den Christbaum. Es wurden Weihnachtslieder gesungen, und nach einer Weile erschienen die Kinder aus der »geistigen Welt«, um ihr Geschenk, mit einem lieben Lächeln auf dem Gesicht, zu öffnen. Die Medien waren eifrig damit beschäftigt, Botschaften zu übermitteln und alles zu beschreiben, was die Menschen ohne geistige Vision nicht sehen konnten.

Damals erzählte man mir, die Kinder würden Weihnachten in beiden Dimensionen feiern, in der »geistigen und in der irdischen Welt«. In Gedanken nahmen sie ihre Geschenke mit in die »geistige Welt«, in Wirklichkeit wurden später diese Geschenke von der Kirche an die Kinder ärmerer Familien verteilt, die im Dorf lebten.

Auch die jenseitigen Kinder brachten ihre Geschenke mit, die leider nur für hellsichtige Menschen sichtbar waren! Man kann sich die große Freude der Eltern vorstellen, wenn durch das Medium von ihren Kindern Botschaften mit so viel Liebe überbracht wurden! Die Liebe war für alle Anwesenden in der Kirche zu spüren. Jetzt begann Weihnachten.

Ihr alle, die ihr euch an Weihnachten allein fühlt, denkt bitte nach! Ihr könnt nicht allein sein, auch wenn ihr euch das wünscht! Unsere Lieben kommen zu diesen besonderen Zeiten stets in unsere Nähe, das gilt auch für Geburtstage und andere Gedenktage!

Weihnachten und auch Neujahr gingen vorüber, und ich musste wie der nach Deutschland zurückfliegen. Am Morgen meiner Abreise erwachte ich mit den schrecklichsten Kopfschmerzen! Nach dem Frühstück nahm ich eine Schmerztablette und musste sehr schnell im Bad verschwinden, um mich zu übergeben. In meinem Kopf drehte sich alles, und ich war gezwungen, mich eine halbe Stunde hinzulegen. Mein Gepäck war fertig gepackt, und ich sollte wirklich längst unterwegs zum Flughafen sein! In der vergangenen Zeit hatte ich mehrmals Migräne gehabt, und dieser Schmerz fühlte sich wieder so an! Was konnte ich tun? Ich musste unbedingt an diesem Tag fliegen, weil ich am folgenden Tag einen öffentlichen medialen Abend in München hatte. Das war sehr ungewöhnlich, weil ich solche Veranstaltungen nie für den Winter plante, speziell in München, wo die Winter weit strenger verlaufen als in England, obwohl es doch in jenem Jahr in London eine Menge Eis und Schnee gab, was auf den Straßen für Panik sorgte.

Nun, ich musste einen Bus nehmen, mit dem ich normalerweise in einer halben Stunde am Flughafen Heathrow war. Wir hatten Frost, und während der Nacht hatte es noch mehr geschneit. Ich sah schrecklich aus in meinem dicken Wintermantel und einer Mütze, die zwar warm war, aber alles andere als schmeichelhaft, und die ich mir tief über die Ohren gezogen hatte. Ich sah mich im Spiegel, und wenn mir der Kopf nicht so schrecklich wehgetan hätte, hätte ich sicher laut gelacht!

Mit einem Koffer und einer riesigen Reisetasche, die ich kaum tragen konnte, kam ich zur Busstation. Es herrschte das totale Chaos! Im Zentrum von London hatte es Bombenalarm gegeben, weshalb die U-Bahn während der Hauptverkehrszeit stillgelegt wurde! Darauf hin waren alle auf den Straßen unterwegs, auf denen wegen des für London ungewohnten winterlichen Wetters ohnehin die
Katastrophe ausgebrochen war. Ich wartete einige Zeit, ohne genau zu wissen, was ich tun sollte, der Verkehr geriet allmählich wieder in Bewegung – bis dahin war er komplett zum Stillstand gekommen. Plötzlich kam ein Bus, ja sogar zwei, aber sie hielten an der Station nur an, um Leute aussteigen zu lassen; weil beide so überfüllt waren, konnten sie keine neuen Fahrgäste aufnehmen! Einer der Busfahrer sagte, nach ihm kämen mindestens noch drei Busse, die bald eintreffen sollten.
Diese Mitteilung gab den Wartenden große Hoffnung. Es war extrem kalt, während wir in Eis und Schnee warteten. Die Busse kamen und waren sehr voll, einige Personen, die schon vor mir an der Haltestelle gewartet hatten, schafften es einzusteigen. In England ist es Tradition, dass jeder wartet, bis er an der Reihe ist, was nur gerecht ist und von gutem Benehmen zeugt.

Direkt neben der Haltestelle war eine Telefonzelle, und ich beschloss, mir ein Taxi zu rufen. Nach einiger Zeit sagte jemand am Telefon: „Wenn Sie Glück haben, bekommen Sie in einer Stunde ein Taxi! Vorher sind alle ausgebucht!“ Zu diesem Zeitpunkt war ich wirklich sehr nervös. Mein Kopf tat mir weh, ich fühlte mich krank und befürchtete, mich wieder übergeben zu müssen. Ich sah auf die Uhr und erschrak, wie spät es schon war! Ich musste wirklich zu diesem Flughafen, und zwar schnell. In meiner Panik betete ich: „Bitte, lieber Gott, hilf mir!“ Und es kam die angeflehte Hilfe!

Der nächste Bus hielt an der Haltestelle, ein paar Leute stiegen ein und waren augenblicklich recht verwirrt. Der Fahrer erklärte in einem starken irischen Akzent, dass der Bus nicht im Dienst sei und er nur bis zum nächsten Busdepot fahre! Mehrere Damen überhäuften ihn mit Fragen bezüglich ihrer misslichen Lage, aber seine Antworten waren eines Gentleman nicht besonders würdig. Plötzlich sah er mein Gepäck und meinen besorgten Ausdruck! „Sie wollen sicher zum Flughafen, oder?“ Ich nickte, und er sagte: „Rein mit Ihnen, und setzen Sie sich hin!“ Ich stieg in den Bus und nahm ziemlich irritiert Platz! Er hatte einigen Leuten gesagt, er würde nur ein paar Haltestellen zum nächsten Busdepot fahren!
Zwei ältere Damen sprangen in den Bus. Die erste fragte den Fahrer nach einer bestimmten Strasse, er antwortete äußerst unhöflich, sie solle den Mund halten und aussteigen! Die nächste Dame wollte nur bis zur nächsten Station mitfahren, sie hatte ihre
Monatskarte verloren und fragte ihn, ob sie persönlich in der Zentrale vorbeischauen und den Verlust melden sollte oder ob sie das auch telefonisch erledigen könnte. „Hinsetzen und Ruhe! Ihre Probleme gehen mich nichts an, machen Sie doch, was Sie wollen,
aber lassen Sie mich in Ruhe!“ Mit ihm war wirklich sein Temperament durchgegangen! Die Dame setzte sich völlig schockiert hin, und wir sahen uns sehr erstaunt an.

Ein paar Haltestellen später war der Bus leer, nur ich war mit diesem schlecht gelaunten irischen Busfahrer noch immer im Bus, obwohl wir schon an der Busgarage vorbeigefahren waren. Er fuhr sehr schnell weiter und steuerte den alten Bus auf die Schnellstraße abseits der normalen Busroute! Obwohl ich in Eile war, dachte ich: „Es ist sicherlich besser, 20 Minuten später in dieser Welt anzukommen, als 20 Jahre zu früh in der nächsten Welt.“ In meinem Kopf hämmerte es, und als der Bus schneebedeckte Felder auf dem Land passierte, dachte ich plötzlich: „Wo fährt er hin? Was ist, wenn er verrückt geworden ist, wenn er mich ermordet?“ Dann überlegte ich, ob er mich vielleicht kannte, ob ich ihm ein Sitting gegeben hatte oder in einer Kirche eine Botschaft übermittelt hatte. Würde er mich in meinem dicken Wintermantel und der komischen, über die Ohren gezogenen Wollmütze überhaupt erkennen?

Dann entdeckte ich die Straßenschilder zum Flughafen Heathrow, wir waren nicht mehr weit davon entfernt. Ich fühlte mich einigermaßen erleichtert. Der Fahrer bat mich zu sich, zögerlich bin ich seiner Aufforderung gefolgt und er sagte zu mir: „Ich darf mit diesem Bus nicht direkt in das Flughafengelände fahren. Ich lasse Sie an der Haupt straße aussteigen, da finden Sie mehrere Busse, die zum Flughafen fahren, Sie können jeden der Busse nehmen!“ Gleich darauf hielt er an, und ich bedankte mich bei ihm. Er winkte kurz und lächelte mich äußerst freundlich an! „Passen Sie auf sich auf, und gehen Sie mit den Engeln!“ Ich konnte einige Farben rund um seinen Kopf erkennen! An jenem Tag war ich nicht einmal sicher, ob es sich dabei um Blitze wegen meiner Migräne handelte, oder ob ich sie mit meinem „dritten Auge“ sah!!!

Ich musste nur ein paar Minuten warten, bis ein Bus von der British Airways ankam. Eine Stewardess ging zum Bus. Sie sah sich nach mir um und sagte: „Springen Sie rein, wenn Sie zum Terminal 1 wollen.“ Das wollte ich, und so stieg ich ein. Bei der Ankunft fragte mich diese Dame, wohin ich fliegen wolle und wann der Flug planmäßig startet. Ich sagte es ihr, und sie forderte mich auf, ihr zu folgen. Sie führte mich durch mehrere Flure, und dann kamen wir zu einer großen Türe, wo wir uns trennten! „Immer geradeaus, durch die Türe dort!“ Ich war am Check-in angekommen und musste feststellen, dass alle Flüge wegen des schlechten Wetters große Verspätung hatten. So konnte ich in aller Ruhe einchecken!

Als ich den Zoll passiert hatte, ging ich in die Apotheke, um mir das stärkste rezeptfreie Schmerzmittel zu besorgen. Dort erkannte ich eine Dame hinter der Ladentheke, die mich früher einige Male für ein Sitting konsultiert hatte. Ich erzählte ihr, was mit meinem Kopf los war! „Oh, Sie Armer! Ich leide auch unter Migräne, ich gebe Ihnen zwei von meinen Tabletten, damit wird es sicher bald wieder besser!“ Sie gab mir die Tabletten, und ich konnte sie an Ort und Stelle mit einem Glas Wasser einnehmen. Kaum saß ich im Flugzeug nach Deutschland, waren meine Kopfschmerzen wie weggeflogen! Ich dankte Gott im Gebet. Ich hatte eine Erfahrung gemacht, die ich nie vergessen würde! Auf dem leeren Sitz neben mir fand ich eine Frauenzeitschrift, die ich von zu Hause kannte, weil meine Mutter sie immer liest. Als ich das Magazin durchblätterte, stieß ich auf einen Artikel mit der Überschrift: „Glauben Sie an Engel?“ Darin wurde behauptet, Engel könnten Menschen so beeinflussen, dass sie die guten Taten an ihrer Stelle und in ihrem Namen ausführten! War das eine Erklärung, die für mich bestimmt war???

Ich habe das noch bei einigen anderen Gelegenheiten erlebt, wo ich weiß, dass Engelswesen mir geholfen und mich sogar vor großem Schmerz und Leid bewahrt haben.

Durch meine Arbeit habe ich die persönlichen Erzählungen von so vielen Menschen gehört, wo Leute in Notsituationen waren und nur ein Engel dafür verantwortlich sein konnte, dass sie in Sicherheit gebracht wurden. Ich weiß, es gibt einen Film mit dem Titel „Angels with dirty faces“ (Engel mit schmutzigem Gesicht)! Den Film habe ich leider persönlich nicht gesehen, aber ich bin sicher, der Titel will darauf hinweisen, dass nicht alle Engel vergoldet sind und Flügel haben. Manche haben vielleicht auch ein schmutziges Gesicht! Andere sind vielleicht Busfahrer mit schlechter Laune und einem irischen Akzent! Oder eine Stewardess von der British Airways oder auch eine Dame, die in einer Apotheke arbeitet! Die Macht Gottes darf man nie unterschätzen. Gott und seine Engel sind überall!

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Paul Meek ist Bestseller-Autor der Bücher "Der Himmel ist nur einen Schritt entfernt", "Das Tor zum Himmel ist immer offen", "Das Leben ohne Ende" und "Zwei Welten im Einklang".

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